Begegnung mit Aurelia

Heute hatte ich es mit Aurelia zu tun. Hierbei handelt es sich nicht um eine freundliche Römerin, sondern lediglich um eine Straße im Westen Roms. Die ursprüngliche Via Aurelia war eine Römerstraße, die Gaius Aurelius im Jahr 241 vor Christus in Auftrag gab. Sie verlief im Endausbau von Rom aus die Küste entlang bis Pisa. Ich hatte es lediglich mit rund fünf Kilometer zu tun, kurz hinter dem Vatikan, die hatten es aber in sich.
Morgens das Auto an der Station Aurelia abgestellt und mit Zug und Metro heute in Rom unterwegs. Auf dem Rückweh dann an der Metro Station Aurelia ausgestiegen. Vom Auto weit und breit nichts zu sehen!!! Irgendwie sieht des hier ganz anders aus? Im Reiseführer sind zwei Stationen mit dem Begriff Aurelia dargestellt. Direkt nebeneinander, circa zwei Millimeter, also „eigentlich“ fußläufig zu bewältigen! Ich frage rund um die Station und zeige die Karte Kopfschütteln. Muss ich etwas dem Autoverleih beichten, dass ich das Auto nicht mehr finde? Es regnet, ich flüchte in ein Autohaus und der einsame Verkäufer scheint sich über die Abwechslung zu freuen. Es füttert den Online – Routenplaner und siehe da, es gibt zwei Station die rund FÜNF Kilometer, beziehungsweise über EINE Stunde Fußweg auseinander liegen. Och nööööö…. Der Verkäufer schlägt vor ein Taxi zu rufen und wenige Minuten danach setze ich mich während eines Platzregens vertrauensvoll in die Bezahl-Kutsche. An der Frontscheibe hängen tatsächlich drei unterschiedliche Navis. Keines läuft, aber der Fahrer kennt sich ja aus -DENKE ICH-. Er fährt zum Vatikan, dass ist ungefähr entgegengesetzt. Dann schaut er mich mit großen Augen an und realisiert, dass es wohl der falsche Weg war. Er konsultiert das Navi in seinem Handy, und befolgt dessen Richtungsvorschlag. Von hinten sehe ich wie seine Gesichtsfarbe sich in ein gepflegtes Dunkelrot transformiert. Scheint ihm mehr als peinlich zu sein. Nach ca. 45 Minuten Taxi – Sightseeingtour, zu Fuß wäre ich fast genauso schnell gewesen, stehe ich vor meinem Leihwagen. Wir einigen uns auf einen „angemessenen“ Fahrpreis und ich bin froh, dass ich keinen peinlichen Weg zum Autoverleih gehen muss. Oh man, kannst Du Dir nicht ausdenken!

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