Die Suche nach dem Weg

Unterwegs ist es manchmal wie im Leben. Die Suche nach dem richtigen Weg wird zur Fragestunde, zum Drama oder gar zur Tragödie. So ist es mir heute ergangen. Die Fragestunde wurde zunächst mit dem Navi bewerkstelligt. Vesuv? Da mein elektronischer Gesprächspartner lediglich der italienischen Sprache mächtig ist, gestaltet sich die Programmierung schwierig. Keiner da, der deutsche Worte hinein zaubert. Vesuv gibt es nicht, nur zahllose Städte, die alle eine „piazza vesuvio“ oder ähnliches vorzuweisen haben. Ich beschließe auf Sichtflug zu fahren. Der Berg ist schließlich nicht zu übersehen. Im letzten Ort vor dem Nichts muss eine Entscheidung getroffen werden. Nach links dem uralten, nicht sehr vertrauenserweckenden Schild hinterher, oder nach rechts was sich eher richtig anfühlt. Ich wähle das Schild. Die Strasse wird zunehmend schlechter. Dann die Enttäuschung: „Road closed“ ZURÜCK! Ich komme wieder an die Kreuzung und hier entdecke ich die kleine Bar. Bei einem Cappuccino lerne ich Alberto kennen. Alberto kennt den Weg. Den der von Anfang an naheliegend war! Den Weg der sich aufdrängt, den ich mich nicht getraut habe, weil er zu trivial erschien. Mitunter macht es sogar Angst, den doch so neuen Weg wieder zu verlassen und umzukehren. Manchmal braucht es einen Alberto im Leben. Einen der den Mut zurück hat. Er zeichnet mir den Weg auf ein Stück Papier. Wir verabschieden uns herzlich; italienisch. Als ich am Vesuv stehe denke ich nochmal: Danke Alberto!

 

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