Wochenende in DUBLIN

Zu Dublin ist mir bisher nur ein Stichwort eingefallen: Rory Gallagher! Für mich einer der besten Gitarristen… ever! Seine Musik strahlt etwas ganz Besonderes aus. Töne werden zu emotionalen Sternstunden des menschlichen Seins. Dem konnte Dublin so leider nicht auf Augenhöhe begegnen. Der letzte Punch hat sich verweigert, trotz einem tollen Abend in Dublins bekanntestem Pub, dem Brazen Head. Sehr zu empfehlen. Und auch die Special-Effekt-Einlage unseres Hotels am Sonntagmorgen um 6:30 Uhr, soll nicht unerwähnt bleiben. Feueralarm mit Evakuierung; Fehlalarm! Am meisten beeindruckte mich wie so oft eine Begegnung. David O’Tool hies ER… sounds very Irish. David ist Taxifahrer und auf dem Heimweg kamen wir ins Gespräch. Und dann habe ich einen Fehler gemacht, der mir sonst beim Reisen nicht passiert. Über Politik gesprochen. Die Vorlage kam allerdings von ihm: „What do you think about Angela Merkel?“ Während ich noch nach einer geistreichen Antwort in meinem Englisch Wortschatz krame, gleich noch einer hinterher: „SHE invite all the refugees“. Wir philosophieren über Waffengeschäfte, Ethik und Moral, kommen aber nicht zusammen. Während des Gesprächs wird mir bewusst, welche Bedeutung sein erster Satz hatte. „You come to Dublin and look the poor people“ Okay das Ganze zusammen gefasst vielleicht so:
Das irische Selbstverständnis spürt, dass ihre Insel eine Art Zoo ist, in dem Europäer vom Festland, die armen Eingeborenen anschauen. Und deren Chefin kümmert sich um arme Refuges von überall her, nur die Insel ist ihr egal.
Hm… ich verlasse das Taxi sehr nachdenklich. Wenn die Briten ähnlich fühlen, wird der Brexit zumindest erklärbar.

 

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