Schmuddelwetter erdet

Von nun an lasse ich dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht wusstest.“ Dieser Vers aus Jesaja 48 hat mich heute beschäftigt. Neues. Verborgenes. Solches, dass ich noch nicht wusste. Unterwegs sein bedeutet, die Schätze der Schöpfung zu entdecken. Hörend, riechend oder sehend. Mit einem neuen Auge! Das Auge des Photograph ist sein Objektiv. Die Bilder von heute sind die Ersten, mit dem neuen Auge. Fünf Jahrzehnte waren genug, um mir zur Feier des Tages eines von der feineren Sorte zu schenken. Mir wird bei den ersten Schnappschüssen bewusst, dass ich beschenkt bin. Mir wurde mein Leben geschenkt, ich darf neues hören. Mir wurde ein neugieriger Geist geschenkt, ich freue mich an Verborgenem. Mein neues Objektiv wird zur Metapher für das, was ich jeden Tag wieder neu sehe. Im Moment sitze ich einem Café an der Kroatischen Küste. Es regnet und ist ungemütlich. Es gab Zeiten, da hätte mich das geärgert. Und? Reisen kann auch erden. Ich verabschiede mich von dem Gedanken, dass der Urlaub die schönste Zeit im Jahr ist. Bloß nicht. Es gibt an jedem Tag neues zu und verborgenes zu entdecken. Frei nach Aristoteles: Wie viele Dinge die ich nicht wusste.

   

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