Reisen ist Flucht

Was macht man eigentlich beim Reisen? Egal ob während einer dreiwöchigen Urlaubsreise oder einem Ausstieg auf Zeit? Manchmal erdrückt einen das Leben. Wer kennt diese Feststellung nicht! Kein Wunder, dass die wenigsten Menschen frei von Fluchtgedanken sind. Ich lese gerade ein Buch meines bevorzugten Reiseschriftstellers, Andreas Altmann. Und dort nimmt mir der folgende, nahezu aphrodisierend wirkende Satz, kurzzeitig die Contenance:

Reisen ist Flucht, aber ja, aber ja, aber ja. Flucht vor den Atemnöten eines von Vorhersehbarkeit erstickten Lebens.

Erstickendes Leben, welch eine Metapher für unsere Zeit. Was macht das Mensch sein denn aus? Sich anderen Menschen zuzuwenden. Mit Ihnen zu kommunizieren, nicht wie abgeschottete, vom Leben zurückgezogene Untote, die ihren Schmerz des Alltags mit der Konserve anästhesieren. Reisen bedeutet für mich, das Vorhersehbare zu verlassen. Dem Unerwarteten entgegen gehen. Was hat die Welt mir heute zu sagen. Wo ist etwas spannendes zu entdecken. Wo findet Leben ohne Masken statt. Ich freue mich immer wieder neu aufs Reisen. Auf die Flucht. Auf das Unvorhersehbare.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s