Urlaubsvorbereitungen

Noch 10 Tage, dann starten wir zu unserem ersten großen Urlaub mit Elwood, Dachzelt und so weiter. Es geht für drei Wochen nach Norwegen. Vor lauter Alltag, haben wir es tatsächlich versäumt, „aufgeregt“ zu werden.
Trotzdem kommt so langsam die Vorfreude. Insbesondere weil Norwegen als Land für uns beide total jungfräulich ist. Wir haben Vorstellungen, wie Natur, Fjorde, Stabkirchen und Knäckebrot,… wobei, das gehört doch nach Schweden? War Hägar aus Norwegen? Er ist dann auf jeden Fall mein Lieblingsnorweger! Einfach eine coole Socke.
Zu unseren Vorbereitungen:
Der Elwood hat eine Inspektion bekommen und noch neue Bremsen vorne. Ansonsten alles technisch im grünen Bereich. Kommenden Samstag werden wir unser Dachzelt montieren und die Aluboxen vorbereiten. Dann wird eingekauft, Norwegen ist teuer.
Im Urlaub will ich Material sammeln um darauf eine Multimediashow zu entwickeln. Das ganze so zu sagen als Übung, da wir so etwas ja auch irgendwann auf der Panamericana erstellen werden. Interessanterweise gibt es dafür ziemlich wenig Literatur. Ich bin noch auf der Suche, werde es mir wohl selbst erarbeiten.
Unser Plakat könnte so aussehen:

Plakat Norwegen

Was soll ich denn dort?

Wenn man ein solches Reiseprojekt plant, steht automatisch irgendwann die Frage nach dem Sinn im Raum. Die Radikalität eines solchen Schrittes wird immer dann klar, wenn wir mit mindestens genauso radikal entwaffnenden Rückmeldungen konfrontiert werden!

Meine Gattin hat eine Oma. Diese Oma lebt seit über acht Jahrzehnten in einem kleinen Ort irgendwo in Mitteldeutschland. Wenn wir zu Besuch sind, sitzen wir gerne bei ihr und dem dazugehörigen Opa und lassen uns Geschichten aus Ihrem Leben erzählen. Beim Thema Reisen ist der Umfang, den Oma und Opa beisteuern können eher gering. Genau genommen gibt es eine Reise in Ihrem Leben. Die beiden haben anlässlich Ihrer Silberhochzeit, vor über vier Jahrzehnten, eine organisierte Wolga-Don Schiffsreise gemacht. Das war es zu dem Thema. Wir haben obwohl rund halb so alt, naturgemäß viel mehr zu erzählen. Bemerkenswert für mich ist, dass durch diesen einseitig und langweilig erscheinende Umstand, absolutes entstand! Bei einer dieser gemeinsamen Gespräche ist dann der für mich legendäre Satz gefallen. Die Gattin fragte die Oma: „Hast du denn nie das Bedürfnis gehabt, einmal wo anders zu leben?“ Antwort:

Was soll ich denn dort?

Der Satz ist so was von atemberaubend! Je länger ich darüber nachdenke, um so mehr entsteht in meinen Gedanken eine virtuelle Schnapp-Atmung. Was soll ich den dort? Sie fragte weder nach dem Ziel, noch nach dem Grund oder einem anderen Thema, über unseren eigenen, nicht übertragbaren Antrieb zum Reisen. Nein, die Oma ist sich dort genug, wo sie lebt. Meine Gedanken haben dazu eine ungeheure Wucht bekommen. Was soll ich eigentlich da? Je mehr ich darüber nachdenke, umso klarer wird mir, im Gegensatz zur Oma, sind wir von der Gattung, mit der Grundfrage: „Was soll ich noch hier“? Und genau aus diesem Kontrastprogramm entstehen die Momente, die ich mir auf unserer Reise wünsche.

Gattung „Was soll ich den dort“ trifft Kategorie: „Was soll ich noch hier“?

Oma


 

Unser Netzwerk nimmt Formen an

Seit dieser Woche sind wir im Netzwerk Panamericanainfo.com eingetragen. Vielen Dank an Joachim für die schnelle Aufnahme. In der Sidebar rechts ist schon mal das Logo eingebaut. Leider habe ich nicht heraus gefunden, wie man das direkt verlinkt. Aber das kriege ich auch noch hin. Evtl. liest ja ein WordPress-Crack hier mit und hat den entscheidenden Tipp. Bis dahin hier schon mal der Link:

Panamericana LOGO

Logo die Zweite… JETZT ABER !

Nachdem meine Erste –zugegeben etwas gebastelte– Logovariante keine Zustimmung bei der Gattin gefunden hat, haben wir jetzt ein Ergebnis, was unsere kühnsten Erwartungen bei weitem übertrifft. An der Stelle ein GANZ GROSSES DANKE an Dieter, den Designer unseres Vertrauens. Toll, wenn man Menschen mit so einer Engelsgeduld hat. Wir sind happy !

Panamericana-Blau

Italien wird vorbei geschoben

Sitzen zwei Menschen im Zug. Sag mal, fahren wir schon? Glaubst du, sie schieben die Häuser extra wegen dir vorbei?

Dieser Ausschnitt eines Gespräches ist mir in der vergangenen Woche mehrfach durch den Kopf gegangen. Ganz Italien wurde an uns vorbei geschoben. Bis wir schließlich dort waren, wo es nicht mehr weiter geht. Am Leuchtturm in Leuca. 2000Km wurde der italienische Stiefel bewegt und unser Elwood hat das klaglos mitgemacht. Kultur anschauen war diesmal weniger Thema. Wir wollten reisen. Tempomat auf 110 und einfach laufen lassen. In Verona wurde das Hotel unseres Vertrauens montiert. Direkt über uns, auf dem Dach. Man schläft himmlisch darin. Auch kältere Nächte gehen. Kondenswasser wie früher, Fehlanzeige! Auf und Abbau in wenigen Minuten. Innen tolle Details, wie Deckenleuchte und viele Staufächer. Manchmal lohnt es sich beim Marktführer zu shoppen. Also, die Kombination unseres Elwood mit dem neuen Dach ist uneingeschränkt fernreisetauglich. Details wie Stromversorgung und Wassertransport müssen noch reifen, aber wir sind schon nahe dran am Optimalzustand.

Ach ja,.. witzige Momente hatten wir auch einige. Zum Beispiel Abendessen in Verona: Zunächst versucht die Gattin Wein zu bestellen. Das Gebotene findet keine Zustimmung. Das Personal wird nervös. Die italienischen Angestellten können mit den perfekten Sprachkenntnissen meiner Frau nicht mithalten. Sie stürzt die redlich Bemühten in schwere Depressionen. Nachdem der Erste zu seinem Therapeuten flüchtet, ist doch noch ein zustimmungsfähiger Traubensaft gefunden.

Der Pizzaverzehr wird dann allerdings zur nächsten Bewährungsprobe. Die Messer haben die Durchschlagskraft eines italienischen Serie A -Stürmers. Die Fotos, die ich gemacht HÄTTE, wären geeignet gewesen, beim Platzieren an der Pinnwand in Gattins Kita, ihr aber jeglichen Respekt zu nehmen. Deshalb HÄTTE ich sie ja auch nur gemacht!

In Rom noch ein interessantes Gespräch mit einem Tankwart aus Ghana. From where you are? Germania… aha; Frankoforte,.. aha,… you know FC Frankfurt? Ich überlege kurz, ob ich auf Details wie korrekte Vereinsbezeichnungen bestehen soll, als er mit dem schönsten Strahlen, dass je ein römischer Tankwart aufgesetzt hat: Anthony Yeboah entgegen ruft! Fußball geht immer, meint die Gattin, und ich lasse einen beseelten Gesprächspartner zurück.

Während Italien weiter an uns vorbeigeschoben wird frage ich mich, warum Städtenamen in jeder Sprache angepasst werden müssen. Warum können wir in Deutschland es nicht bei Roma belassen? Warum können Italiener nicht Frankfurt sagen?

Gerade wird Genua, -pardon Genova- vorbei geschoben. Wir sind auf dem Rückweg. Was für eine tolle Woche. Italien,…du darfst wieder vorbei geschoben werden.

Bild01 Blog Bild02 Blog

Osterurlaub 2016

Ostersamstag 2016!

Morgen wird unsere erste großes Fahrt mit Elwood losgehen. Wir haben eine Woche Zeit und wollen zuerst ins Maggiolina-Werk. Dort wird unser fabrikneues Dachzelt montiert. Dann Richtung Süden. Soweit es geht. Unser Ziel ist das Ende Italiens. Ganz unten die Ferse.

Hier eine Übersicht unserer Tour

ItalienGeplant

Die Fahrzeugfrage, Ausfahrt und Namensfindung

Dachzelt montiert

Da wir auf Grund früherer Erfahrungen uns auf ein Dachzelt festgelegt hatten, war die Wahl für unser Projekt klar. Die Vorstellung ein Dachzelt nahezu täglich zu nutzen bedeutet, es gibt keine Kompromisse! Der Marktführer muss es sein. In unserm Fall ein Maggiolina Grand Tour, dass wir direkt beim Hersteller, südlich von Verona abgeholt haben. Ein tolles Teil, man schläft super darin.

2016 04 03 Osterurlaub 009

Ausfahrt

Am vergangenen Wochenende sind wir die erste weitere Strecke mit unserem Weltreiseauto gefahren. Es ging nach Thüringen! Ein wenig aufs Land und auch nach Erfurt. Er fährt richtig Klasse. Cruisen statt rasen.
Heute stand dann der erste ultimative Test an! Wir wollten wissen, wieviel er auf 100 km benötigt, wenn wir konstante Reisegeschwindigkeit ala Nordamerika haben. Also,… den Tempomat auf 110 km/h und dann 200 km von Eisenach einfach laufen lassen, bis Frankfurt.
Gebraucht hat er exakt: 7,73 l Diesel pro 100 km.
Das ist ein Liter weniger als der Bulli und zudem ist Diesel noch deutlich günstiger als Super. Well done!! Dann kam die Gattin auf die Idee, dass er einen Namen braucht. Was ist uns wichtig?

• Er soll sich nach unterwegs sein anhören
• Er soll cool sein
• Er soll einen Wiedererkennungswert haben
• Er soll signalisieren, dass wir „Im Auftrag des Herrn“ unterwegs sind

Und genau bei dem Satz, sind wir natürlich auf die Blues Brothers gestoßen. Einer der beiden, nämlich Elwood Blues, wurde somit zum Namenspatron unseres Weltreiseautos (Das ist der mit der Sonnenbrille BluesBrothersSmiley). Was soll ich sagen, sein Name lautet:

Elwood

2106 01 15 Tacho klein   Tempomat auf Highway – Modus

Januar 2016 die Fahrzeugfrage

Monatelang haben wir gerungen. Hin und hergerissen zwischen unserm Bulli und zahllosen Probefahrten, mit diversen Geländewagen aller Art. Jetzt sind wir fündig geworden. Der Bulli ist verkauft und die nächsten Jahre werden wir uns damit beschäftigen, unser Weltmobil vorzubereiten. Hier ist es:
Ein Nissan X-Trail, Diesel mit zuschaltbarem Allrad und was man so noch braucht. Schön, dass das geklärt ist. Der nächste Schritt ist, ein neues Dachzelt zu montieren. Wir werden hier darüber berichten, doch jetzt erst mal ein Bild von unserm Weltmobil!

Elwood Blog

Nissan X-Trail, Baujahr 2007,

Schaltgetriebe, zuschaltbarer Allrad, 6 Gänge, Hubraum 2184 cm³, Diesel mit Rußpartikelfilter