Im Februar nach Süditalien

Dieser Beitrag ist einer, den ich sonst vermeide. Hier laufen berufliches und privates zusammen. Es ist mir trotzdem wichtig, deshalb mache ich mal eine Ausnahme.
Rückblick:
Seit vier Jahren ist ein Teil meiner Arbeit ein regelmäßiges Projekt mit Langzeiterwerbslosen. Seitdem hat sich mein Blick auf die Betroffenen grundlegend verändert. Ich bekomme regelmäßig schlechte Laune, wenn mir in meinem Umfeld jemand sagt: „Aber da gibt es auch welche, die zu faul sind zum arbeiten“. NEIN! Ich habe noch niemand getroffen, der sich freiwillig dazu entscheidet, jetzt einfach mal von Hartz 4 zu Leben. Die Gründe sind so vielfältig wie die Menschen, trotzdem gehört es für mich zu einer menschlichen Gesellschaft dazu, sich auch den „mühseligen und beladenen“ anzunehmen. In dem Zusammenhang hat mir damals ein Teilnehmer seine Lebensgeschichte erzählt. Ich kann nur eins hier sagen: Da tun sich Abgründe auf! Und dann sagte diese Person zu mir: Ich habe nur noch einen Wunsch im Leben, ich möchte einmal am Meer stehen. Ich war geplättet! Es gibt in Frankfurt Menschen, die sind 5 Jahrzehnte alt und waren noch NIE am Meer. Unvorstellbar. Das Ganze hat mich so bewegt, dass ich mit einigen Betroffenen ein Projekt gestartet habe, um mit der Gruppe ans Meer zu reisen. Und jetzt ist es soweit. Kommende Woche geht es los. Wir fliegen nach Brindisi in Süditalien. Für die Teilnehmer eine doppelte Premiere. Noch nie am Meer und noch nie im Flugzeug. Mehr geht nicht. Eine Reise der anderen Art ich freue mich riesig! Zwischenzeitlich hat selbst das Radio davon Wind bekommen. Hier jetzt zwei Links: Zum einen dem Radiobericht aus der vergangenen Woche und dann noch der Link zur Webseite des Projektes. Ich werde demnächst berichten, wie es war.
Beitrag 04.02.2018 Radio FFH
Projektseite teilhabejetzt

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UNTERWEGS – Die Lesung

Worte, Bilder, Musik – multimedial so ist sie gestaltet, die Lesung zu meinem Buch „Unterwegs“. Und wer sie noch nicht gesehen hat, oder nochmal Lust hat zu kommen, am kommenden Sonntag ist es wieder soweit.
14.01.2018
Stadtmission Nied
Lotzstrasse 54
65934 Frankfurt am Main
18:00 Uhr
Ich freue mich über zahlreiche Besucher. Wir sehen uns 😉

Bevormundet unterwegs

Ich bin gerade mit einem Leihwagen unterwegs. Der X-Trail ist mal wieder in der Werkstatt (….anderes Thema). Ich steige ein. Es piept. ICH pflege zu entscheiden, was ich wann im Auto tue! Das Auto sieht es anders. Es wird verdächtig still. Wo ist der Joe Cocker, der mir soeben noch über die Soundanlage Gesellschaft geleistet hat? Ich schaue ins Display. Ich traue meinen Augen nicht. Dort ist zu lesen: „Wenn sie angeschnallt sind, schalte ich die Auido-Funktion wieder ein“. Meine Eltern haben vor vierzig Jahren die Schokolade versteckt, wenn ich etwas mal nicht gemacht habe. Aber dieses Auto??!! Und es kommt noch doller. Voller innerer Ablehnung schnalle ich mich an. Nicht weil ich den Gurt als solches ablehne, aber weil ICH das bitteschön alleine entscheide. Und es kommt noch schlimmer. Joe Cocker hat sich zwischenzeitlich warm gesungen. „Unchain my heart. Baby let me be”. JA, diesen Satz rufe ich dem Kuga zu: Kette mein Herz los, Baby, lass‘ mich in Ruh! Ich will es lauter. Und wieder starre ich fassungslos auf das Display: „Aus Sicherheitsgründen ist die Lautstärke begrenzt“. Dieses Auto ist die pure Bevormundung. Ich denke lange über die moderne Technik nach. Irgendwann wird mir bewusst, dass hinter der Technik Menschen stecken. Neunmal-schlaue Klugscheisser, die meinen mit Ihrem Blick auf die Welt den Rest der Schöpfung beglücken zu müssen. Solche von der Sorte, als haben sie den Mundgeruch persönlich erfunden. Ja ich schreibe mich gerade in Rage,… mich macht das wütend! Warum nehmen, dass eigentlich alle so hin? Die Menschen werden entmündigt, lassen es sich als Sicherheit aufschwätzen und niemand denkt auch nur darüber nach. Geschweige denn, etwas daran zu ändern. ICH habe zukünftig wieder meine Bluetooth Box dabei. Da kann ich selbst entscheiden, wann was und in welcher Lautstärke passiert.

Weihnachten 2017 – Jahreswechsel 2018

Hallo liebe Leserinnen und Leser,
wieder geht ein Jahr zu Ende! Ereignisreich, spannend, mit Höhen und Tiefen. Ich sage an dieser Stelle DANKE fürs mitlesen, fürs kommentieren, für konstruktive Kritik. Ihnen euch allen wünsche ich von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr.
Bis dann und seit Gott befohlen.

    Wir sehen uns auf der anderen Seite des Jahreswechsels

Reisen mit Armbanduhr

Also zugegeben, man kann sich natürlich alles so hinbiegen, dass es irgendetwas mit Reisen zu tun hat. Ich könnte jetzt, über das Zeitgefühl auf Reisen versuchen, die Kurve zu bekommen. Nein, das ist mir zu blöd. Hier jetzt einfach ein Artikel, den ich bemerkenswert finde. Letzte Woche hat meine Hauspostille eine völlig bescheuerte Kolumne über Armbanduhren gedruckt. Das Ganze hat mich zu einem Leserbrief animiert, der tatsächlich heute gedruckt wurde. Hier beide Artikel, viel Spaß beim Lesen. Armbanduhren-Fans aller Länder vereinigt euch!

Neulich im ICE

Da buche ich sehr bewusst einen Platz in der Quiet Zone! Ich will Ruhe haben. Das Abteil ist leer, wunderbar. Nachdem der Zug 5 Minuten fährt kommt eine Frau aus Korea, was man an den Schildern ihrer vielen Koffer sehen kann. Sie ist wohl ausgewandert. Zumindest hat sie so viel Gepäck dabei! In den Ohren die obligatorischen Ohrstöpsel. Sie telefoniert. Im Grunde könnte sie auch das Fenster aufmachen. Bei ihrer Lautstärke würde man das locker bis Korea hören!
Ich bitte freundlich darum, sie möge doch die Ruhe im Abteil beachten. Sie lächelt ausgesprochen freundlich und redet weiter. Mein Blick wird durchdringend. Irgendwann ist ihr Gespräch zu Ende. Super – endlich Ruhe. Jetzt kramt sie in einer ihrer vielen Taschen. Es raschelt und knirscht als gäbe es kein Morgen. Sie findet einen Apfel. Also,… ich habe noch nie einen Menschen so schlürfend und sabbernd einen Apfel essen gehört. Im Grund isst sie nicht, sie ermordet den Apfel gerade ziemlich bestialisch. Okay, der Apfel ist Geschichte. Was sucht sie denn jetzt wieder. Sie kramt von ganz unten eine Tüte Bonbons raus. Solche deren Papier so laut ist, dass die nordkoreanische Radarüberwachung anschlägt. Ich gebe es auf produktiv zu arbeiten.
Oh man, kannste dir nicht ausdenken!

UNTERWEGS – die ersten Lesungen

Ich hätte nie gedacht, dass Lesungen so viel Freude machen können. Zweimal habe ich letzte Woche meine Lesung gezeigt. Einmal als Preview in kleiner Runde, und dann noch ganz offiziell am Samstagabend. Prima gelaufen, die Rückmeldungen machen Lust auf mehr! Jetzt habe ich noch einen Termin im Januar und ein zweiter im Januar ist im Werden. Und auch die Presse ließ sich nicht lumpen! Nochmal herzlichen Dank an die Frankfurter Rundschau!